Aktionswochen zu nachhaltiger Ernährung

Entwicklung und Umsetzung von Aktionswochen zum Thema "Nachhaltige Ernährung" in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Berlin

Dialogveranstaltungen, Bildungsmaßnahmen, Projektmanagement

NAHhaft e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Berlin die Aktionswochen „Frisch auf den Tisch“ organisiert. Vom 26. Mai bis 06. Juni 2014 erwarteten die mehr als 25.000 täglichen Besucherinnen der 12 größten Kantinen des Studentenwerkes Berlin ein regionales und frisches Ernährungsangebot, Vorträge und Marktstände von Landwirten aus der Region. NAHhaft e.V. hat im Vorlauf der zwei Wochen das saisonale Angebot von 37 regionalen Betrieben zusammengestellt und somit eine direkte Belieferung der Studentenwerkskantinen während der Aktionswochen ermöglicht. Zahlreiche Besucher der Berliner Mensen und Interessierte konnten während Wochen nicht nur ein frisches, saisonales und biologisches Ernährungsangebot in den Mensen genießen, sondern sich gleichzeitig über eine nachhaltige Landwirtschaft, die globalen Auswirkungen unseres Konsums und viele weitere spannenden Themen informieren. Dabei hatten die Studierenden und weiteren Mensenbesucher*innen in den größten drei Kantinen die Möglichkeit, Landwirtinnen und Landwirte aus dem Berliner und Brandenburger Umland kennen zu lernen und sich im Gespräch direkt auszutauschen. Insgesamt waren zehn landwirtschaftliche Betriebe aus der Region mit Ständen auf den Bauernmärkten in den drei Kantinen vertreten. Unter anderem wurden biologische Anbaumethoden, urbane und solidarische Landwirtschaftsprojekte vorgestellt. Neben der Umstellung des Ernährungsangebotes lag ein weiterer Fokus der Nachhaltigen Wochen auf Wissensvermittlung und Konsumentenbildung. In diesem Sinne wurden Fachleute aus Wissenschaft, Banken und zivilpolitischen Initiativen eingeladen, einen Vortrag zu halten und im Anschluss mit den Gästen zu diskutieren. So durften wir beispielsweise Dr. Christoph Schmitz und Benjamin Bodirsky vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zu einem Vortrag über “Was hat unser Mensaessen mit dem Amazonas zu tun?” willkommen heißen. Anders als die Fachvorträge stellte sich Prof. Hans-Peter Piorr von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) mit einem innovativen Konzept als „Marktschreier“ der breiten Masse der Mensabesucher. Zur Mittagszeit sprach er inmitten der Markt- und Informationsstände der Landwirte über “Einfach machen?! Nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft”. Mit dem gleichen Konzept konnte auch Max von Grafenstein, Gründer der Bauerngärten in Berlin viele Interessierte zu “Bauer sucht Stadt – Ein Gespräch über den Sinn von Landwirtschaft” anlocken. Die Resonanz auf die Aktionswochen war durchweg positiv. Viele Studierende zeigten sich sehr interessiert und waren gleichzeitig verwundert über die geringe Aufmerksamkeit, die sie dem Thema bisher haben zukommen lassen. „Eigentlich komisch, dass ich bisher nie darüber nachgedacht habe, woher das Mensa-Essen kommt, obwohl ich hier fast täglich esse“, gestand eine Psychologie-Studentin im zweiten Semester ihres Bachelors. Neben großem thematischen Interesse und Reflexion des Themas war vor allem zu spüren, dass viele Studierende ihrer eigenen Ernährung theoretisch eine große Wichtigkeit beimessen. Dementsprechend groß war auch die Zustimmung zu dem Ziel von NAHhaft e.V., den Anteil an regionalen, biologischen und saisonalen Lebensmitteln im Ernährungsangebot zu erhöhen. „Ich finde es ziemlich cool, dass ihr dieses Thema anpackt. Das ist schon im Interesse von uns allen“. Die Wochen wurden bereits mehrfach in Mensen des Studentenwerks Frankfurt/Oder wiederholt.

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