Netzwerk Ernährungsbildung – Essbare Schule

NAHhaft fördert zusammen mit dem Projektträger Förderband - Kulturinitiative Berlin eine nachhaltige Ernährung an der Caspar-David-Friedrich-Schule in Berlin Marzahn-Hellersdorf

Projektmanagement, Dialogveranstaltungen, Bildungsmaßnahmen

Das Projekt „Netzwerk Ernährungsbildung – Essbare Schule“ wird an der Caspar-David-Friedrich Oberschule (CDF), einer Integrierten Sekundarschule im Berliner Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf, verwirklicht.

Ziel ist es, Strukturen für eine nachhaltige Schulverpflegung zu schaffen, das wichtige Thema gesunderhaltende Ernährung in der Schule besser zu integrieren und einen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung zu leisten. Geschaffene Strukturen und Module sollen anderen Schulen Anregungen geben und übertragbar sein. Die „Essbare Schule“ ist also ein Modellprojekt einer klugen Ernährung an Schulen.

Im September 2014 wurde die Projektidee durch die Zusammenarbeit zwischen NAHhaft, Förderband Kulturinitiative Berlin, der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) sowie der Caspar-David-Friedrich-Schule geboren.

Seit Mai 2016 unterstützt der Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf das Projekt die kommenden drei Jahre aktiv. Das Projekt wird über das Programm Soziale Stadt gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen der Zukunftsinitiative Stadtteil.

Hauptaugenmerk der Projektarbeit liegt auf der Vernetzung, Bildung und der Entwicklung modellhafter Strukturen.

Vernetzung und Kooperationen:

Ein breites Netzwerk aus Akteuren der Politik, der Lebensmittelerzeugung und universitären Einrichtungen und Vereine arbeiten für das Projekt zusammen.

Für dieses in das Schulleben integrierte Projekt kooperiert NAHhaft mit dem Verein Förderband, welcher als Träger des Schülerklubs sowie der Schulsozialarbeit an der Caspar-David-Friedrich-Schule eng mit dem Schulalltag verzahnt ist.

In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf wurden die Grundsteine für die „Essbare Schule“ gelegt. Unterstützung zur Realisierung des Projekts und Absprachen erfolgen mit dem Stadtentwicklungsamt, dem Straßen- und Grünflächenamt, dem Umwelt- und Naturschutzamt, dem Schul- und Sportamt sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Durch die Kooperationen mit Betrieben der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Berlin-Brandenburg sollen frische, nachhaltig erzeugte Lebensmittel für eine gesunde Schulversorgung angeboten werden. Durch dieses Netzwerk erhalten die Schüler*innen zudem Möglichkeiten der praktischen Berufsorientierung. Aktuell wird mit dem Hof Luisenfelde aus dem Barnimer Land eine Solidarische Landwirtschaft gestartet.

Beispielhafte Unterstützung und Beratung findet die „Essbare Schule“ zudem durch die TU Berlin und SWUP GmbH im Rahmen des Projektes Green Surge. Bei diesem Projekt geht es um Maßnahmen zur Wertschätzung der Artenvielfalt einer direkt neben der Schule gelegenen Brachfläche. Die Schülerinnen und Schüler können beispielsweise essbare Wild- und Heilpflanzen des Geländes entdecken.

In Zusammenarbeit mit der Grünen Liga e. V. auf dem IGA-Campus wird der interkulturelle Austausch mit Schulgärten und „grünen“ Lernprojekten gefördert. Als „IGA vor Ort“ Projekt werden die Ergebnisse den Besuchern der Internationalen Gartenausstellung 2017 und anderen interessierten Bürgern zugänglich gemacht.

Die Caspar-David-Friedrich Schule nimmt seit Ende 2015 am Landesprogramm „gute gesunde Schule“ teil. Dieses Programm ergänzt das Projekt „Essbare Schule“ um zahlreiche Angebote, wie z.B. interaktive Vorträge für Eltern und Schüler*innen sowie Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte.

Ein Fokus des Projektes ist die Vernetzung im Bezirk. So findet ein Austausch mit anderen Schulen, sozialen Einrichtungen, urbanen Gärten statt. Freundliche Unterstützung erhält die „Essbare Schule“ zu dem vom Bezirksverband der Gartenfreunde Berlin-Hellersdorf e. V.

Bildung:

Die Integration der Themen Ernährung, Naturschutz und ökologische Landwirtschaft in den Schulalltag findet auf breiter Ebene statt. Zum einen wird der Schulgarten ausgebaut und als außerschulischer Lernort vermehrt in den Unterricht integriert. Erhalt und Pflege des vorhandenen Schulgartens, Anlage eines produktiven Bauerngartens (240 m²) sowie zahlreicher Hochbeete auf dem Schulgelände und Pflege des Landschaftsprojekts „Essbare Natur“ (700 m²) auf einer angrenzenden Brachfläche.

Viele Themen rund um Umweltbewusstsein, Gesundheit, aber auch globale Zusammenhänge und mathematische Formeln finden ihren Praxisbezug an diesem Ort.

Durch das Lernkonzept des „Dualen Lernens“, Lernwerkstatt und andere Unterrichtsangebote wie Wahlpflichtkurse, Arbeitsgemeinschaften und „ökologische“ Klassen wird es den Jugendlichen und Lehrenden zudem durch gemeinsame praktische Tätigkeiten ermöglicht, die Grenzen der schulischen Bildung zu überwinden, um Berufs- und Lebenspraxis bereits im Unterricht zu erfahren. Es werden Ausflüge zur Berufsorientierung in der Branche angeboten und Projekttage auf dem Partnerhof im Barnimer Land organisiert.

Modellhafte Strukturen schaffen

Es soll also eine regionale, frische und nachhaltige Lebensmittelversorgung gesichert werden und die Thematiken der gesunden Ernährung und Umwelt in den Schulalltag integriert werden.

Auf dem Weg dorthin wird die Schulküche ausgebaut, die Schulgärten erweitert und mit Anbietern und Erzeugern aus der Region kooperiert.

Im Austausch mit Grund- und des Stadtbezirks Marzahn- Hellersdorf werden übertragbare Strukturen dieser Ernährungsstrategie erprobt. Ziel ist es einen übertragbaren Leitfaden für eine gesunde und sozial-ökologische Schulversorgung und Ernährungspädagogik zu erarbeiten. In diesem Sinne wird die „Essbare Schule“ zu einem Modellprojekt für ganzheitliche Ernährungsstrategie in Schulen entwickelt.

Rundbriefe

Die aktuellen Aktivitäten des Projekts werden in regelmäßigen Rundbriefen zusammengefasst, die unter den folgenden Links abgerufen werden können.

Rundbrief Salatblatt 02/2017

Rundbrief Salatblatt 03/2017

Rundbrief Salatblatt 04/2017

Rundbrief Salatblatt 05/2017

NAHhaft-Projektteam
Eva Huttner
Paula Voigt
Timo Eckhardt

Gefördert durch
über das Programm ‚Soziale Stadt‘ durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen der Zukunftsinitiative Stadtteil II

Kooperationspartner

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